Wohnungmarktreport IBB 2012

Die IBB veröffentlicht den Wohnungsmarktreport 2012. Keine Entspannung auf dem Berliner Immobilienmarkt laut Bericht in Sicht.

Immobilienmarkt erwartet starke Zunahme

Der Wohnungsmarktbericht der IBB analysiert, dass die Zuwanderung und das allgemeine Wachstum durch den Anstieg der Neugeburten ursächlich den Anstieg bis zum Jahr 2030 verantworten. Man geht davon aus, dass die Bevölkerungszahl der Hauptstadt um 254.000 Einwohner auf 3.755.000 steigen wird.

10.000 bis 12.000 Wohnungen werden dringen benötigt, um die gröbsten Probleme der Unterdeckung aufzufangen. Die höchste Nachfrage besteht in den Innenbezirken. Torstrasse, Friedrichstrasse, Chausseestrasse, Scharnhorststrasse über Kurfürstendamm bis hin zum Friedrichshain nordostwärts der Warschauer Strasse wären da beispielsweise zu nennen.

 

Entspannungen können bisher nicht prognostiziert werden. Immobilieninvestoren warten teilweise noch ab. Und der Erwerb von Baugrundstücken mit schnellen Genehmigungen bedarf seine Zeit. Den wenigen Eigentumswohnungen in Berlin Mitte in den Angeboten der Immobilienbörsen wird das sicherlich einen unvorstellbaren Nachfragerschub vermitteln. Gefragte Townhouses werden bei Auftauchen in den Anzeigen sicherlich schon wenig später wieder verschwinden.

Barzahlende Griechen und Spanier in Berlin nur ein Gerücht

Wie in vorangegangenem Artikel kritisiert, so bestätigt sich mittlerweile auch, dass Veröffentlichungen über eine angeblich extreme Kaufnachfrage aus Staaten wie Griechenland, Spanien, Portugal oder Italien einfach nur als Zeitungspossen zu bewerten sind, die mit beängstigenden Schlagzeilen Leser gewinnen wollen. Angeblich sollen sie gleich Bargeld anbieten. Man stelle sich das beschriebene Szenario im Zentrum und auf Berliner Flughäfen vor. Braungebrannte Steuersünder mit Sonnenbrille und Geldkoffer, die schon durch ihre Anwesenheit allein die Immobilienpreise utopisch steigen lassen. Lächerlich.

 

Ganz nüchtern kann man sagen, dass ein irrelevanter Anteil an Immobilien durch ausländische Immobilienkäufer erworben wird. Im Jahr 2011 war es gerade einmal ein Anteil um die ein Prozent. 2012 soll es im Jahresergebnis keine großen Abweichungen geben. Gestiegene Nebenkosten, getrieben durch eine höhere Grunderwerbssteuer, bei Wohnungs- und Hauskauf dürften die leicht steigende Auslandsnachfrage aber auch für 2013 im Zaum halten. Deutschland, das reiche Land der Sparer, entwickelt eher seinen Run auf Betongold. Es gibt also keine Immobilienblase in Deutschland durch ausländische Immobilieninvestoren zu erwarten. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (iwd) hat sich jüngst dazu in einem Artikel mit harten Zahlen gemeldet – Immobilienmarkt: Der Ansturm ist nur gefühlt.