Floating Houses Humboldt-Insel Berlin

Floating Houses Berlin

Floating Houses Berlin

12 Floating Houses am Tegeler See bis 2012. 16 Steghäuser direkt an der Wasserkante. Neues Wohnquartier auf Humboldtinsel.

Große Überraschung auf der Düsseldorfer Bootsmesse. Der Aussteller Humboldt Insel stellt ein neues Projekt zum Wohnen am und auf dem Wasser vor. Inmitten der nationalen und internationalen Yachtcharter-Angebote und Marinas in den Hallen 13 und 14 findet der Stand der neuen Berliner Humboldt-Insel am Tegeler See aufmerksame Interessenten. Die maritime Fangemeinde der Segler, Motoryachten und Hausboote bzw. Wohnschiffe ist begeistert. Das Wohnprojekt Humboldtinsel am und auf dem Wasser ist genau nach ihrem Geschmack. Ein Haus direkt an der Wasserkante oder auf dem Wasser nach Hamburger Vorbild ist für viele ein Traum. Und das mitten in Berlin mit Anbindung an die Infrastruktur einer Großstadt und der Vernetzung an ein weitläufiges Wasserstraßennetz. Das Hausprojekt kommt an. 2006 wurde in Berlin das ähnliche Projekt Floating Homes beworben.

Floating Homes

Der Aussteller beschreibt seine 12 Floating Houses als unsinkbare, schwimmende Häuser für Wassersportbegeisterte, die mit Umbauten oder Aufbauten alter Lastkähne zu Wohnschiffen wenig gemeinsam haben. 190 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen Architektenhaus sind vergleichbar mit den derzeit so begehrten Townhouses wie beispielsweise in Berlin Mitte in der Scharnhorststraße, der Kieler Straße oder Am Friedrichswerder, die auch mit Wassernähe bestechen. Als Zielgruppe der Hauskäufer sehen die Standbetreuer bspw. das solvente Seniorenpaar auf der Insel. Vielleicht eher wegen der angenommenen Liquiditätssituation oder der ruhigen Gegend? „Ruhig“ ist allerdings noch nicht ganz gegeben. Der Flughafen Tegel in unmittelbarer Nähe ist noch immer aktiv. Liquidität bzw. Immobilienpreis? Hier kann man den Bauherren vielleicht doch mehr Optimismus geben. Gerade junge Familien sind eher bereit für alternatives oder individuelles Wohnen.

Die 20 bis 30 Minuten zum Zoo oder Alexanderplatz stellen kein Problem dar. Die Immobilienpreise sind vergleichbar mit den normalen Hauspreisen der Townhouses mit Garten in Mitte bei den Projekten Seydlitzstraße, Bernauer Straße, dem Quartier am Pankepark oder auch den Projekten auf der Stralauer Insel im Osten Berlins. Das Umfeld jetzt ist laut der Berliner Immobilienbewertung von ImmobilienScout24 noch nicht bestimmend für die angedachten Preise von zwischen 600 und 700 Tausend Euro für ein schwimmendes Townhouse, dass den Liegeplatz (Pacht ähnlich) für gesicherte 50 Jahre bekommt bei gegenwärtigen Kosten von 2.000 Euro im Jahr. Laut Bericht Tagesspiegel besteht die Option, 30 Jahre zu verlängern.

Steghäuser

Wer nun in die Ewigkeit kalkuliert, der sieht die durchschnittlich 650.000 Euro Kauf für 190 QM. Auf Basis von „Nichteigentum“ als Pacht der Wasserfläche/Liegeplätze mit ca. 2.000 Euro im Jahr und 50 Jahre Vertrag ist das Modell gewöhnungsbedürftig. Es ist nicht unbedingt das Modell für den Typus Hauskäufer, der seinen nachfolgenden Generationen Land und Familiensitz verschaffen will.

Dazu wird gleicher Bauträger unter dem Label Humbold-Insel 16 Steghäuser direkt an der Wasserkante entstehen lassen.


Content by Ron Hillmann @yachtico – Twitter: http://twitter.com/yacht8charter

Townhouse Berlin Scharnhorststraße 4 – Quartier Am Pankepark

Der Ordnung halber müssen wir die „Blogposts“ zur Scharnhorststrasse 4 in Berlin Mitte auf unserem Townhouses Blog anpassen an die neue Bezeichnung Quartier am Pankepark bzw. Stadtquartier am Pankepark. Die Townhouses im Berliner Scharnhorstkiez gegenüber dem Neubau BND (Bundesnachrichtendienst) in mittelbarer Nähe zu den Luxusimmobilien „Luxus-Townhäuser“ von Agromex im Hafenquartier Mitte bekamen jüngst die neue Adresse „Am Pankepark“ zugewiesen für die neu entstandene Anliegerstraße der ehemaligen Adresse der Townhouses Scharnhorststrasse 4.

townhouse berlin agromex

Werbeschaltung: Townhouse

Berlin Mitte © by Iven & Hillmann

Berlin Scharnhorststrasse 4

Von den drei geplanten Townhouse-Reihenhaus-Reihen ist die erste Reihe Townhäuser bewohnt. Die Immobilienbesitzer der ersten Häuserreihe sind rundum glücklich und offen für jeden Besucher, ihre Erfahrungen an der Haustür zu vermitteln. Auffällig, dass es dort viele Kinder gibt.

Townhouses Chamartín Meermann Quartier Am Pankepark

In der zweiten Reihe sind fünf von 13 Berliner Townhouses bereits beheizt und stehen vor der Übergabe. Die restlichen Häuser, noch zu erstellende Townhouses, in dieser Reihe sollen bereits verkauft sein. Der Bäuträger Chamartín Meermann vermarktet bereits den Immobilienverkauf der Häuser der dritten Reihe. Man schätzt, dass der Bauträger Chamartín Meermann ca. 12 Monate für das Fertigstellen benötigt. Es wird also erwartet, dass 2012 das ganze Projekt Stadtquartier am Pankepark bzw. Quartier Pankepark vollendet wird. Diese Art der Stadthäuser mit kleinem Garten ist in Berlin gerade absoluter Trend und steht für Urban Living. Einer Art Rückkehr für Hausbesitzer vom provanen Dorfleben zurück zum besseren zeitgerechten Wohnen mit perfekter Infrastruktur im Berliner Stadtzentrum.

Ein „Meermann-Townhaus“ kostet zwischen 430.000 und knapp unter 600.000 Euro momentan im Hauspreis für den Immobilienverkauf inklusive Grundstück. Um die 3.000 Euro pro Quadratmeter sind zu kalkulieren. Der Immobilienpreis pro Quadratmeter ist damit für Berlin Mitte als „normal“ zu sehen. Auf Grund der Entwicklung steigender Immobilienpreise in Mitte und der zukünftigen Entwicklung der Gegend am Hauptbahnhof kann davon ausgegangen werden, dass der Scharnhorstkiez durch BND-Neubau und Europacity extrem an Infrastruktur gewinnt.

Immobilien Berlin Mitte

Ein Besuch der Scharnhorstrasse lässt schnell erahnen, dass dort Berlin Mitte zum neuen Hotspot wird. Mittlerweile gibt es fünf Neubau-Wohnprojekte im Bau befindlich, welche kurz (bis 2012) vor Fertigstellung stehen. Townhouses und Eigentumswohnungen der mittleren Kategorie entstehen neben den Luxusimmobilien am Nordhafen. Chamartín Meermann als Bauträger ist einer der Hauptinvestoren dieser einst vergessenen Strasse direkt im Berliner Stadtzentrum. Zwei Immobilienprojekte für den Bereich Wohnen werden gerade saniert. Dazu kommen noch Bundeswehrkrankenhaus und der Neubau BND. Die Stadt Berlin finanziert den Pankepark, das Begrünen am Spandauer Schifffahrtskanal und die Brücken zur Europacity samt Grabpflege des legendären Friedhofes der deutschen Generäle um Scharnhorst.


Fazit Immobilienlage Townhouses Scharnhorststrasse / Am Pankepark

Citylage zu akzeptablem Hauspreisen in Berlin Mitte. Erfahrener Bauträger erstellt Townhouses mit annehmbarer Architektur und zeitgerechter Ausstattung. Kapitalanlage positiv bei gegenwärtigem zu erreichendem Mietpreis pro Quadratmeter um 15 Euro Nettokalt und steigender Prognose. Immobilienpreise von 3000 Euro pro Quadratmeter sind durchaus unter Durchschnitt für gute Lagen in Berlin Mitte. Lage Scharnhorstkiez wird gerade entwickelt und kann durchaus „explodieren“. 2012, geschätzt, 3500 Euro pro Quadratmeter Immobilienpreis im Immobilienverkauf erreichbar. Nach Fertigstellung BND und Europacity extrem nach oben offen. Auf Wunsch auch sind auch zwei Townhouses als ein Haus mit 11 Zimmern für grosse Familien möglich und jederzeit wieder in zwei separate Townhouses teilbar. Für den Hauspreis bestimmend auch das Fertigstellen Hafenquartier Mitte. Dessen Wasserlage im Stadtzentrum und die Designer-Ausstattung rechtfertigt bereits bis zu 5.000 Euro pro Quadratmeter im Haus.

Feedback und Townhouse-Gesuche per eMail an info ( at ) local-agent.de. Wir haben sicherlich noch Tipps zu aktuellen Bauträger-Projekten in Berlin Mitte.

Hausboote Berlin – Floating Homes & Bungalowboot

Heute kam bei uns eine folgende eMail an:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben ein völlig neues Hausboot mit Ikea-Ausstattung entwickelt, welches sich sicher auch für Werbezwecke eignet.Auf der zurückliegenden Bootsmesse in Düsseldorf haben wir das Bungalowboot erstmalig gezeigt. Die „Welt“ schrieb damals: „Es klinkt paradox, aber das meistbesuchte Boot dieser Messe ist gar kein Boot, es ist ein Schuhkarton“.Der „Schuhkarton“, von dem wir im letzten Jahr 12 Stück für den Chartermarkt gebaut haben, war 2010 dermaßen überbucht, dass wir gerade 70 Stück dieses Typs bauen. Unsere bisherigen Stützpunkte sind in Brandenburg-Plaue/Havel, Königs-Wusterhausen/Dahme und Buchholz/Müritz.Die Boote können führerscheinfrei gefahren werden. Der Preis für eine Woche in der Hauptsaison liegt unter 1000,- €. Damit wird Bootscharter auch wieder für junge Leute erschwinglich … . Aquare Charter GmbH

Dazu der Hinweis auf die Bungalowboote in dem Bericht, der in der „Brigitte“ unter dem Titel „Expedition Mini-Amazonas“ erschienen ist: Brigittekomplett.pdf

Wenn dieser Trend im Charter für Hausboote mieten so angesagt ist, dann muss es doch auch dauerhaft in Berlin und Umgebung eine Nachfrage für dauerhaftes Wohnen auf Hausbooten geben? Floating Homes zukünftig in Spandau, Alt-Stralau, am/im Hafenquartier Mitte mit Nordhafen und zukünftig Humdoldthafen und Sportboothafen an der Europacity? Es sollte da dann doch auch eine Art maritime Infrastruktur zu finden sein neben Schiffen der Kategorie Yacht, Segelboot und Motorboot, mit Anlegeplätzen für Hausboot bzw. Wohnschiff oder andere bewohnbare Wasserfahrzeuge als Dauerliegeplatz oder Steganlage für 24 Stunden Aufenthalt. So richtig kann man aber derzeit nichts bei den Stadtplaner-Seiten Berlins finden. Wir sind für jeden Hinweis dankbar. Bisher finden wir in der Berlin Innenstadt leider nur die ca. 10 zu Hausbooten umgebaute Lastkähne im Tiergarten, die einen Dauerliegeplatz neben der TU-Berlin haben.

Floating Homes

Eigentlich gab es auch in Berlin schon Pläne, mehr der Wohnschiffe bzw. Floating Homes „anzusiedeln“. Der Beitrag von Deutsche Welle TV ist nun auch schon etwas älter. Wie schön angenehm es sich in Hamburg am Wasser in Hausbooten wohnt, dass berichtet bspw. der n-tv Ratgeber. Die dort dargestellten bis zu drei Etagen hohen Hausboote könnten doch auch als Alternative bzw. schwimmende Townhouses in Berlin das Stadtbild im Zentrum am Berliner Reichstag aufwerten. Und auf die Ikea-Einrichtung kann da auch verzichtet werden wie im Vorbild der fast „mobilen“ Minimumhouses aus dem Stilwerk Berlin. Hoffen wir, dass Architekten und Städteplaner das Thema maritime Infrastruktur in Berlin angehen und die Spree mit dem Wassernetz zu Landwehrkanal und Teltowkanal mit Liegeplätzen für Hausboote, Wohnschiffe oder Steghäuser wie an der Humboldtinsel besiedelt wird.

Aber es bleibt noch immer die Angst, dass das Wohnen am und auf dem Wasser der Gesundheit nicht allzu bekömmlich ist. Feuchtigkeit am Morgen, durch Nebel verursacht, behagt den Landratten nicht unbedingt. Man sollte es einfach austesten. Es gibt auch mehrtägige Kreuzfahrten durch Deutschland und Mitteleuropa. Bei Flussreisen24 sind neben den Luxus-Karibik-Reisen auch Binnen-Reisen zu finden, wenn man nicht unbedingt ein Bungalowboot steuern möchte.


Content by Ron Hillmann @yachtico – Twitter: http://twitter.com/yacht8charter

Saisonale Suchen bei Google nach dem Begriff Hausboot

Es ist kein kein leichtes Unterfangen, wenn man im Netz in Erfahrung bringen möchte, wie eigentlich die Nachfrage nach einem Hausboot sich in Deutschland abbildet. Mit der einfachen Abfrage „Hausboot Statistiken“ in der Google Suche landet man eher auf Seiten einer wohl populären Musikgruppe namens „Das Hausboot“. Mit Google Insights for Search bekommen wir zumindest einen Überblick zur Suche nach dem Bergiff Hausboot über den Suchschlitz von Google. Interpretieren kann man, dass saisonal für diesen Oberbegriff Hausboot Unterschiede zu verzeichnen sind.

 

Update: Juli 2011

Bungalowboote & Hausboote ohne Führerschein

Yachtico.com – neuer Anbieter von Yachtcharter weltweit – bestätigt, dass es im Raum Berlin und den Revieren Havelland sowie Müritz gerade in Deutschland eine gewaltige Nachfrage gibt für Hausboote, die ohne Bootsführerschein gemietet bzw. gechartert werden. Mit ihrer neuen Rubrik Hausboote sprechen sie Besitzer und Charter-Firmen an, ihre Bungalowboote und Hausboote dort anzubieten. Die Nachfrage übersteigt derzeit sogar das Angebot. Es ist also keine „Blase“, dass die Deutschen sich für das Leben auf dem Wasser interessieren. Wohnschiff, Hausboot und Floating Home sind durchaus auf Dauer beliebt. Das kleinere Ferienhaus auf dem Wasser – Bungalowboot – ist derzeit sogar ein Favorit für „neue“ Wasserurlauber.

Werften für Hausboote – Hausbootverkauf

Das internationale Unternehmen der Boote-Suchmaschine www.Yachtico.com für den Yachtcharter bzw. Boote mieten gibt Auskunft für Interessierte mit Adressen für den Hausbootkauf in Berlin und Brandenburg. Die Kontaktaufnahme zu Hausbootverkäufern mit angeschlossenen Werften ist empfehlenswert bei:

Aquare Schiffbau: www.Aquare.eu

Die Baureihen von Aquare reichen von Luxus-Hausboot für eine halbe Million Euro bis hin zu Bungalowboot mit Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer.

Kuhnle Werft (auch gebrauchte Hausboote): www.mein-boot.eu

Die Bootstypen von Kuhnle sind auch als gebrauchte Hausboote erhältlich. Sicherlich Angebote, die in erster Linie der Hausbootcharter-Flotte entstammen.

Mobile-Hausboote.de: www.mobile-hausboote.de

Die Schub- und Schleppreederei Golka plant individuell den Auf- bzw. Ausbau eines Hausbootes nach Wunsch. Bestes Referenzobjekt ist das berühmte Badeschiff in Berlin Treptow an der Arena. Vielleicht die erste Adresse für den Individualisten, der ein Wohnschiff ganzjährig nutzen möchte und einen dauerhaften Liegeplatz sichern konnte.

Townhouse Berlin Alexanderplatz

Townhouses auf dem Alexanderplatz nun doch? Nach Vorstellungen des Ex-Stadtbaudirektor H. Stimmann könnten Townhouses da entstehen, wo Marx & Engels eigentlich verewigt wurden. Park oder Townhouse-Siedlung in Berlin Mitte? Townhouses sind sozial verträglich zwischen Fernsehturm und Berliner Stadtschloss.

Wo man aus der Höhe heutzutage eher einen UFO-Landeplatz am ehemaligen Berlin Stadtschloß vermutet, da soll es nun doch wieder städtebauliche Bewegung geben, wenn es nach Hans Stimmann gehen würde. Das frühere Marienviertel mit einst urbaner Bebauung kann mit Stadthäusern, neuberlinerisch Townhäuser, so wieder belebt werden zwischen Fernsehturm und zukünftigem Stadtschloss. Was nun die Herren Marx & Engels mit ostwärts ausgerichtetem Blick von ihrem Ehrenplatz im Denkmal Marx-Engels-Forum dazu meinen würden? Niemand wagt da Rücksicht zu nehmen. Aber ein Abtragen wäre so rücksichtslos wie das Zerstören des Lenindenkmales am Friedrichshain. Irgendwie gehören diese künstlerisch hochwertigen DDR-Denkmäler einfach dazu in Ex-Berlin-Ost. Gerade dieser Teil Berliner Geschichte macht doch Berlin so interessant für ausländische Besucher wie die Zeit um „Groß-Berlin“.

Mehr Park am Berliner Stadtschloss?

So abwegig ist die Idee des „Rückbaus“ auch überhaupt nicht. Man hat sich an die riesige Freifläche zwar gewöhnt, doch Veränderungen stehen seit der Wende auf der Wunschliste der Städteplaner. Ein dichteres Begrünen wäre eine Alternative, um dem „Platz“ mehr den Charakter eines Parks zu verpassen. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass Areal neu zu planen, wenn das Stadtschloss wieder steht? Bis dahin sind die Bäume auch mehr gewachsen und der parkähnliche Charakter würde dem Schlossumfeld dienlich sein. Dann wäre das Entscheiden einfacher. Das Ende vom Palast der Republik konnte damals schnell beschlossen werden. Asbest war wohl der Aufhänger, um politisch verträglich die Entscheidung zu fällen. Ein Lamentieren ohne Entscheidung ist den vorangegangen Entscheidungen zum Abriss „palazzo prozzo“ und Wiederaufbau hinderlich. Jetzt muss der Wiederaufbau vom Schloss Berlin auch wieder sein Umfeld bekommen. Ewig lange Parkanlagen passen nun nicht. Bürgernähe ist angesagt und entspricht einer Hauptstadt. Im Februar 2011 entscheidet sich ja auch westlich vom Schloss um die ehemalige Falkoniergasse an der Bauakademie, ob da Townhouses und/oder Mehrfamilienhäuser entstehen.

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Anzeige: Townhouses Hafenquartier-Mitte.com
Berlin Mitte © by Iven & Hillmann

Townhouse-Vorbilder

Oder lieber doch die Idee des Bebauens mit Townhouses der neuen Berliner „Immobilienmacher“ mit erfolgreichen Konzepten für Wohnimmobilien und Townhouses in Berlin Mitte à la Maik Uwe Hinkel mit Bauhaus Living am Friedrichswerder stark pro Haus individualisiert, à la O. Hirt mit Agromex am Hafenquartier Mitte leicht individualisiert oder den streng deutschen Monoblock-Townhouses am Pankepark aus der Feder der Meermann-Architekten? Als Vorbild für mögliche Visualisierungen in der Planung könnte das Foto vom ursprünglichen Marienplatz dienen. Das hier auch mit Stadtschloss zu bewerten ist.

Quelle Wikipedia: Urbane Bebauungssituation 1891 auf dem heutigen Areal des Forums (früheres Marienviertel) mit Stadtschloss

Keine leichte Aufgabe für Städteplaner und Gremien mit Entscheidungsgewalt für Veränderungen der Stadt? Mehr Park wäre ein Leichtes zu entscheiden. Zusätzliche Büros für Konzernzentralen und Regierungsbauten? Mit internationaler Ausrichtung vielleicht? Bauten für den nationalen Hofstaat hat Berlin genug. Internationale Konzernzentralen und Departements der EU könnten auch das Stadtschloss wieder optisch verdrängen mit ihrem Anspruch auf äußerliche Repräsentanz. Ein Stadion würde passen. Aber da haben wir auch genug. Und die o2 World ist bereits gebaut. Ein Themen-Park vielleicht?

Also Park oder Townhouse-Siedlung? In der Nähe haben wir den großen Tiergarten. Könnten also Townhouses nicht schaden. Sollte Berlins ehemaliger Senatsbaudirektor und Staatssekretär für Stadtentwicklung da richtig liegen? Er liegt wohl richtig. Das ehemalige Brachland Am Friedrichswerder ist wenige hundert Meter entfernt. Die Townhouses dort haben Berlin erfolgreich ein neues Gesicht unter seiner Schirmherrschaft gegeben, so wie es Stimmann’s oft gepriesenem Geschmack entsprechen sollte – mit abgestimmter Traufhöhe und Steinfassade.

Billigbau mit grünen Glasfassaden passt nicht zu Berlin

Achten sie mal in Berlin bei Büro-Neubauten mit Glasfassade darauf, wie Berlin neuerdings widerlich grün schimmert und an ein Schwimmbad mit Chlordämpfen erinnert. Man sollte diesem Trend begegnen mit mehr Wohnbauten, die 60 % Stein und maximal 40 % Glas zulassen. Das Verhältnis zwischen Lichtdurchlassquote und Energiedurchlassquote soll bei den grünen Scheiben einfach am besten sein – ist das Argument der Architekten mit Kostendruck. Bauten mit andersfarbigen Gläsern sollen mehr Strom verbrauchen. Grünes Glas soll billiger sein. Ein offene Diskussion dann hier:

deutsches-architektur-forum.de

Ergo. Keine weiteren Bürobauten mit grüner Glasfassade in Berlin Mitte!

Sozialstruktur bei weiteren Townhouses in Mitte?

Segration und Gentrification?
Papperlapapp! Es gibt rund um den Alexanderplatz nichts zu verteidigen, um eine soziale Struktur zu erhalten. Leipziger Straße, Rathauspassage, Karl-Liebknecht-Straße oder Nikolaiviertel wurden zu DDR-Zeiten mit linientreuen Akademikern bevölkert. Erfolgreiche Politiker und Künstler wurden mit Diplomaten aus aller Herren Länder an diesem Hotspot kontrolliert cosmopolitisch vermischt. „Geldadel“ ist also prädestiniert genug, um Berlin Mitte mit Townhouses „aufzuhübschen“.