Richtfest der Berliner Townhäuser Marthashof

(townhouseman@local-agent.de) Drei bis fünf Geschosse hoch und Townhouse Orchidea genannt – Garten, Dachterrasse, Bulthaup Küche aus dem Stilwerk in der Kantstrasse passend zu den auch nur dort erhältlichen Bauhausklassikern von minimum.de – so sind die beschreibenden „Keyfacts“ für ein umstrittenes Berliner Townhaus-Projekt. Am Mauerstreifen und zur „harten“ Stadtgrenze Wedding entwickelt sich der Prenzlauer Berg. Am 23. September wurde Richtfest gefeiert in der Schwedter Strasse im Berliner Szene-Bezirk Prenzlauer Berg. Die Prominenz war anwesend. Julius Eduard Prinz von Anhalt Herzog zu Sachsen, Corinna Prinzessin von Anhalt, Jack und Janine White und dazu ein wenig Berliner Politik kamen laut Morgenpost vorbei. Warum eigentlich? Jack White stand doch einst für Investments in Bad Saarow. Sind die Geladenen etwa Investoren im Projekt und hoffen auf Rendite? „Spitze Zungen“ der Immobilienbranche behaupten, dass unsanierter Altbestand für 600 Euro den Quadratmeter derzeit erhältlich ist und für 1.000 Euro luxuriös saniert werden kann. Dann wären die ab 2.900 Euro pro Quadratmeter gehandelten Immobilien ein Rendite-Objekt und für den Erwerber/Käufer um diesen Faktor zu vergleichen mit Konzepten in direkter Nähe, wo Käufer als Gesellschafter einsteigen und weitaus billiger Immobilien erwerben können.

townhouse berlin agromex

Werbeschaltung: Townhouse
Berlin Mitte © by Agromex Hafenquartier-Mitte.com

Der Marthashof wird weiter fertig gebaut und das Thema Gentrifizierung hier bald Vergangenheit sein. Das ganze Objekt gestaltet sich nach Außen wie eine Townhouse-Anlage. Wird aber in Gartenhäuser, Penthäuser, Wohnungen und Townhäuser unterteilt. 130 Wohnungen inklusive der Townhouses entstehen auf einer ehemaligen zerbombten und zerfallenen Mietskasernen-Fläche, die ursprünglich durch enge Hinterhöfe dunkel und unansehnlich war. Ein wenig Gewerbe für den „täglichen Bedarf“ wird direkt an der Schwedter Straße zu ebener Erde entstehen. Erkennbar auch schon, wie sich die ehemals über vier Morgen oder zwei Fussballfelder (13.000 Quadratmeter) große Baulücke gestalten wird. Beim ImmobilienScout ist  die STOFANEL Vertriebs- und Consulting GmbH nicht so richtig geschickt beim Einstellen ihrer Exposes. Man findet die Angebote nicht so einfach. Eventuell mal 030 243011100 die ImmobilienScout24-Hotline (von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 – 19:00 Uhr und am Samstag in der Zeit von 10:00 – 14:00 Uhr) anrufen und sich beim Einstellen der Exposé helfen lassen. Der Townhouseman (townhouseman@local-agent.de) ist da in Berlin auch firm genug, dass richtige Klientel im Netz zu finden und bietet sich gern als Alternative im Immobilien-Marketing an.

Über den Mauerstreifen:

Ehemals die Trennung zwischen Westberlin und Ostberlin. Das Gebiet vom Nordhafen beginnend Kieler Strasse über Gleimviertel bis hin zur Bösebrücke („Bornholmer Brücke“) an der Bornholmer Straße mit den Grenzen zu Pankow und Gesundbrunnen. Unter Immobilienexperten wird diese Gegend als besonders attraktiv eingestuft, da Brachland und Baulücken erschlossen werden. Attraktiv sind dabei die Gegenden im ehemaligen Ostberlin, die durch gewachsene Grenzen eine Integration zum Wedding verhindern. Im Süd-Westen sind das an der Invalidenstraße Kanal, Gewerbe und Sportplätze und im Nord-Osten an der Bornholmer Straße die S-Bahn-Gleise. In der Mitte (Marthashof) allerdings hofft man auf ein Abgrenzen der Breite durch die Bernauer Strasse. Die gewachsenen kulturellen Unterschiede lassen aber in den nächsten Jahren kein Vermischen zu. Westberliner sozialer Wohnungsbau ohne kulturelle Infrastruktur ist dort besonders stark vertreten. Kriminalität in Form von Wohnungseinbruch, Autoklau, Fahrraddiebstahl und Raub könnten dann von dort „direkt über die Straße“ kommen, wenn man den Berliner Kriminaltätsstatistiken aus der Presse glauben will. Die Bernauer Straße ist und bleibt ein belebter Ort. Aber damit sollte der Marthashof leben können. Ein zentraler Eingang und anschliessende Burgform bieten genug Schutz. Und der „Concierge“ am Tor sollte nun endlich in Berlin als Beruf akzeptiert werden, wie einst für die Prenzlauer Gärten geplant. Den soll es aber nicht geben. Bis zum Abend ist der Spielplatz im Hof für jeden erreichbar und wird erst in den Abendstunden geschlossen.

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